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Klack

Ach ja…

… heute mal ein Roman. Ja, ich weiß: hier geht es immer irgendwie um Fotos… (sagte ich schon mal, dass ich Schubladen nicht so besonders mag?).  Aber in diesem Roman geht es auch um Fotos: „Klack“ von Klaus Modick. Ich mag diesen Autoren gerne. Seine älteren Bücher „Ins Blaue“ oder „das Grau der Karolinen“ vermochten mich früher wortreich und sprachschön mit auf Reisen zu nehmen. Dann habe ich lange nichts mehr von ihm gelesen. Und nun nach vielen Jahren Modickabstinenz: „Klack“: Und, was soll ich Euch sagen?  Schon nach den ersten Seiten fühlte ich mich an die frühen Werke erinnert: Wieder erzählt er detailreich, mit Wortwitz seine Geschichten.

Der Protagonist findet auf dem Dachboden eine alte Agfa Clack, mit der er als Jugendlicher Fotos in der frühen Bundesrepublik gemacht hat. Und der Inhalt ist einfach: Jedes Foto – dessen Inhalt zu Beginn eines jeden Kapitels erzählt  wird, bildet den Auftakt zu einer Geschichte aus der Jugend, vor dem Hintergrund deutscher und Internationaler Geschichte.

Als hätten sie auch den Duft der Vergangenheit konserviert, riechst du an den Fotos. Verstockt und verschimmelt. In der ungelenken, wichtigtuerischen Handschrift des Vierzehn- oder Fünfzehnjährigen, der du damals warst, sind die Rückseiten beschriftet. Legenden – das, was zu sehen ist.“    

In dem Buch sind Fotos das, was sie (auch) sein  können, Und vor allem sein sollen: Erinnerungen! Erinnerungen, an das, was gewesen ist. Denn Erinnerungen machen uns zu dem was wir sind. Fotos erzählen unsere Geschichte. Fotos sind Emotionen.

Das Foto ist keine Kopie der vergangenen Wirklichkeit, sondern eine Hervorbringung dessen, was wirklich passiert ist, eine Erinnerungsquelle,die, lange vergessen, beim Anblick der Fotos zu sprudeln beginnt“ 

Ich mag diesen Aspekt der Fotografie. Ich mag das Hervorbringen von Geschichten und Gefühlen. Und ich mag die Art, wie Klaus Modick kleine Geschichten zu einem wunderbarem Ganzen zusammenfügt. Und obwohl ich es noch nicht ganz durch habe: Es ist ein tolles Buch. Inspirierend. Und nicht nur für Fotografen!

Das Buch gibt es als Taschenbuchausgabe. Es ist dort im KiWi-Verlag erschienen

 

1 kommentar

  1. Danke für den Tip. Bin gerade sowieso auf der suche nach einem für mich neuen Autor.

    LG, Markus

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