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Draußen vor der Tür

„Besser eine Wurstbude betreiben, als in einem Konzern angestellt zu sein.“

Alfred Herzog, Inhaber der Firma Olymp

Wir reden ja alle viel von „der Wirtschaft“ – Ohne sie, ist ja alles nichts…. (hat nochmal wer gesagt?) …. Und wenn wir dann in den Nachrichten über Lufthansa, „den Daimler“ und andere Automobilisten, den Maschinenbau und die Exportüberschüsse hören, dann meinen wir auch uns. Also uns Deutsche. Also wir Schaffer! Und dann fühlen wir uns zu Hause.

Wenn ich aber so regelmäßig mit dem Rad meine Runden durch das „Land der 1000 Hügel“ drehe, sehe ich die Kleinen unter ihnen: Gemeinhin das, was wir so den Mittelstand nennen. Das Wort, was der smarte Herr Lindner so gerne im Munde dehnt, wendet und zerkaut, wenn er in den Medien mal wieder auf der Pirsch nach einem neuen liberalen Profil ist.

Vor den Toren der kleinen Orte, sozusagen draußen vor unseren Türen aber, wird gezimmert, geschweißt, gelötet, gemahlen und gemalt, gehämmert, gesägt, gewaschen, gekocht, gebacken, gelagert, repariert und transportiert. Und davon noch vieles mehr. Man hört nur wenig davon in den überregionalen Medien. Dort aber in den Gewerbegebieten an den Ortsrändern geht`s zur Sache.

Als Einzelner oft so klein, dass man ihn übersieht. In der Summe aber stark.

Dies ist mein bescheidender Blick auf die Randzonen….to be continued…

5 Kommentare

  1. stefanie

    Tolle Eindrücke ?

  2. Bludgeon

    Noch wird hier und da geschweißt und gehobelt. … Der rust-belt der small towns. Die allgemeine Auslaugung der kleinen Gewerbe. was Amerika schon hinter sich hat… Schöne neue Globalisierungswelt. Vernunft auf dem Rückzug. An allen Fronten.

    • AlleAugenblicke

      Mitunter findet sich unter diesen vielen „Kleinen“ auch der eine oder andere, der sich in der Globalisierung tummelt.
      Ich möchte nicht immer ganz so dystopisch sein. – Obwohl, was die Vernunft angeht…. ?!
      Liebe Grüße,
      Werner

  3. die bilder sind toll, die stimmung bedrückend. und sonst, ja. ich glaube, ich verstehe dein gefühl.

  4. oli

    Es geht nicht ohne die Großen – aber ganz sicher auch nicht ohne die Kleinen.
    Dort wo solides Handwerk abgeliefert wird, dort sind die Auftragsbücher voll.
    Wir suchen seit 1 Jahr einen Elektriker der mit uns Starkstrom für eine Wallbox in die Garage legt. Alles ausgebucht. Leider nicht im Stromberg, sondern in München. Dort (Zuhause) würde ich ggf. noch jemand kennen, der jemand kennt, der dann doch mal „zwischendurch“ sowas erledigt. Hier in München ist das Handwerk wegen Reichtum geschlossen – gearbeitet wird eh nur noch von Wanderarbeitern aus Süd-Ost-Europa.
    Manchmal, manchmal wünsche ich mich dann doch wieder zurück nach BiBi.

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