{"id":5743,"date":"2021-08-17T14:30:00","date_gmt":"2021-08-17T12:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/alleaugenblicke.de\/?p=5743"},"modified":"2021-08-17T12:19:55","modified_gmt":"2021-08-17T10:19:55","slug":"ich-bin-meine-fotos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alleaugenblicke.de\/ich-bin-meine-fotos\/","title":{"rendered":"Ich bin meine Fotos"},"content":{"rendered":"\n
\"\"<\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n

Es mag naiv klingen. Und doch: Ich bin auch die Fotos, die ich mache. Nicht nur nat\u00fcrlich, aber eben doch zu einem Teil. <\/p>\n\n\n\n

Meine Fotografie folgt keinem Plan, keiner Strategie keiner Vorgabe: Ich muss nichts beweisen, ich muss mit meinen Fotos nicht um Auftr\u00e4ge werben oder Aufmerksamkeit buhlen. Ich muss kein Self-branding betreiben, oder irgendeinem Stil gerecht werden. Vieles erfolgt intuitiv. Immer wieder Dingen, Themen, Licht, Schatten, Menschen, Formen und Fragen nachsp\u00fcrend. Oft beil\u00e4ufig und unkonkret. Dann wieder thematisch verfolgt und gewollt. Alles mit gro\u00dfer Lust.<\/p>\n\n\n\n

Ich lasse mich gerne inspirieren. Von Menschen, B\u00fcchern, Themen, Gedanken, Musik. Ich trenne die Fotografie nicht von anderen Teilen meines Seins: Sie ist eins mit mir. Mich interessiert keine Technik, Marken sind mir weitgehend egal. Ich lebe und sehe in Bildern. Und Bilder f\u00fchren mich oft zu Worten. Und Worte f\u00fchren mich zu Bildern. <\/p>\n\n\n\n

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Zunehmend wort-, sprach- und bildlos kehre ich von Ausfl\u00fcgen in die Welt zur\u00fcck: Da wo Diskurs und Diskussion das Geschehen pr\u00e4gen, Bildung und konstruktive Auseinandersetzung das Miteinander gestalten, und Respekt und Wertsch\u00e4tzung die Richtung weisen sollten, findet sich lediglich ein Vakuum, Ein Vakuum in dem sich Dummheit, Arroganz, Borniertheit und eine wachsende Zahl Weltentr\u00fcckter die Hand reichen und sich lautstark gr\u00f6lend gegenseitig auf die Schulter klopfen. <\/p>\n\n\n\n

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Und zum ersten Mal umschleicht mich tats\u00e4chlich der Selbstzweifel: Bin ich hier an dieser Stelle noch richtig? Mit meinen Bildern und Worten. Bin ich das noch? Will ich das noch? <\/p>\n\n\n\n

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Viele haben sich in den vergangenen Jahren zur\u00fcck gezogen, sind still geworden und\/oder begn\u00fcgen sich mit Auftritten auf Instagram und Co. Mal schnell ein Foto, mal eben eine Story. Kurz, knapp: So lang wie eben die Aufmerksamkeitsspanne reicht: 20, vielleicht 30 Sekunden. More is too much. Mehr geht eben nicht. Mehr ist nicht gewollt. Mehr \u00fcberfordert den konsumierenden Menschen vor dem Bildschirm. Ihm alleine aber geh\u00f6rt die fett gedruckte Schlagzeile der Bl\u00f6d-Zeitung, die nichts hinterfragt und nicht weiter will au\u00dfer den Konsumenten. <\/p>\n\n\n\n

Genau dort aber kann niemals mein Platz sein. <\/p>\n\n\n\n

Vielleicht ist es an der Zeit, was ganz anderes zu tun <\/p>\n\n\n\n

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Manchmal tr\u00e4ume ich schwer und dann denk ich es w\u00e4r<\/em><\/strong><\/p>

Zeit zu bleiben und nun was ganz andres zu tun<\/em><\/strong><\/p>

So vergeht Jahr um Jahr und es ist mir l\u00e4ngst klar<\/em><\/strong><\/p>

Dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war<\/em><\/strong><\/p>Aus „heute hier, morgen dort“ von Hannes Wader <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n

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Es mag naiv klingen. Und doch: Ich bin auch die Fotos, die ich mache. Nicht nur nat\u00fcrlich, aber eben doch zu einem Teil. Meine Fotografie…<\/p>\n