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Den Maslow im Sinn

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Mädchen und Meyerowitz

 Maslow ganz oben, so kurz vorm Überlauf. So gut geht es uns nämlich.

Und doch zweifeln wir immer wieder gerne daran. Geht es uns wirklich so gut? Kann doch gar nicht sein. Und wenn es uns gut geht, dann wird sich das aber bestimmt bald ändern. Merkeln wir also weiter.

An Tagen, an denen wir mit einem komischen Gefühl im Magen aufwachen, halten wir uns an Kalendersprüchen fest.  Die lesen wir auf unseren diversen Kalendern in unserer Wohnung.  Der Hängekalender in der Küche, der Tischkalender am Telefon, der Übersichtskalender im Büro. Auf jedem ein anderer Spruch, der uns weise Ratschläge gibt.  Nachschub folgt dann mit jedem Bildchen auf Fatzebuk, Instagräm und Co.

Soviel Schiller, Goethe und Einstein war nie. Was würden sie sagen, sähen sie die inflationäre Nutzung ihrer Worte?  

Nach so viel Sinnsprüchen geht es uns dann wieder gut und wir können weiter  an unserer Selbstverwirklichung arbeiten: der Maslow ruft. Folgen wir also den Zauberern und den Magier und ihren Versprechungen, die uns weismachen, wer nur will, der kann auch!  Arbeiten wir an unserer Befreiung, lösen wir uns von den Ketten abhängig gemachter Unselbstständigkeit. Nun aber: endlich! Denn schuld an unserer Misere noch nicht im endlosen Glück gelandet zu sein,  sind wir selbst. Also wirklich. 

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Glamour junkie auf dem Käthe-Kollwitz Platz Berlin 

Take it easy and easy does it

So viel Leichtigkeit war wohl noch nie. Selbstverwirklichung ist digital. Im Grunde ist ja irgendwie alles heute digital. Und alles Digitale scheint irgendwo “woanders” zu sein, aber niemals so recht bei uns. Ein paar Knöpfe gedrückt, ein paar Einstellungen gespeichert und schon (ge-)hört uns die Welt! Die Anonymität des Netzes macht jeden in seiner Blase zum Star. Wundern wir uns also nicht, wenn jeder glaubt, im Netz alles rauszukrakeelen zu dürfen: Es ist ja schließlich unser Netz. 

Was verloren geht: Verantwortung.  

Verantwortung für andere, Verantwortung für die Gesellschaft, und letzten Endes auch für uns.

Das Netz produziert vor allem eine Menge Rampensäue, die alles können, vieles wollen und das alles zum Nulltarif.

Was werden zukünftige Generationen über uns denken? ( Es empfiehlt sich ein Blick in dieses kleine Werk).  

Ein bisschen weniger Maslow, ein wenig mehr Verstand. Das wünsche ich mir. Hier darf ich das. Hier bin ich ja digital. Es ist ja auch mein Netz. 

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Being busy

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After shopping
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Shopping
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Liebe

 Die Fotos dieses Beitrags sind alle in Berlin entstanden, beim Laufen durch die Straßen, meine  Gedanken nachhängend.  Die Fotos sind das Ergebnis zufälliger Begegnungen.  

Und hier noch was auf die Ohren…. Da geht die Post ab! 

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3 Kommentare

  1. sehr sehr wunderbare worte, die mir auf unterschiedliche art und weise auch immer wieder begegnen. ich stimme dem absolut zu und versuche, mich auch möglichst entsprechend zu verhalten.

    (cooler song!)

  2. HF

    Hallo Werner,
    das Du bei solchen Gedanken noch solch gute Fotos machen kannst – Mütze ab (hab noch keinen Hut) und Daumen hoch!
    Wenn ich die Pyramide noch richtig in Erinnerung habe, sind die Sozialbedürfnisse auf halber Höhe angesiedelt und wer mal an der Spitze (Selbstverwirklichung) angekommen ist, der hat dann die Sozialbedürfnisse beim Aufstieg zurück gelassen. Passt ja auch nicht so richtig zusammen.
    Halt Dich warm in kalten Zeiten und viele Grüße, HF

    • AlleAugenblicke

      Danke Hans. Ich kann für mich sagen, dass tief gehende Gedanken und Überlegungen die Grundlage und Basis “guter” Fotos sind. Das -so denke ich mir – ist bei dir ähnlich.
      Komm gut durch die Kälte!
      Lg,
      Werner

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