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Boys don`t…

Fotografieren und Leben hängen eng zusammen, schrieb ich auf diesem Blog einmal.

Sterben und Fotografieren auch.

M. ist gestorben. Die Nachricht seines Todes traf mich. Wirklich gut kannten wir uns nicht. Wir sind zusammen zur Schule gegangen, doch das ist lange her. Wir haben uns aus den Augen verloren. Seither wenige Begegnungen. Aber wenn es im Lauf der 4 Jahrzehnte (meine Güte!) Begegnungen gab, dann war es „wie früher“: intensiv, witzig und eine längst verschwundene Leichtigkeit ergriff mich, ergriff uns. Und irgendwie waren wir wieder die 15-jährigen.

Für all das bin ich dankbar.

Was am Ende bleibt, sind unsere Erinnerungen. Unsere Geschichten. Unsere Texte. Unsere Fotos. Analog und unscharf. Rot- und gelbstichig, All das gibt in den stillen Momenten unseres Lebens Halt und Kraft. Sie sorgen dafür, dass Menschen unvergessen bleiben. So wie M. unvergessen bleibt, solange wir diese und seine Geschichten erzählen.

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6 Kommentare

  1. Ralph Pechmann

    Es berührt mich

  2. Stefanie

    Credo

    Ich kann nicht denken, dass die Welt,
    in der wir leben, ein Produkt blinder Zufälle ist.

    Ich erkenne, dass es Gesetze und Strukturen gibt,
    Höherentwicklung und Zielstrebigkeit
    über die Jahrtausende hin.
    Einen tiefen Sinn in allem und ein Ziel,
    auf das alles zugeht.

    Ich will glauben,
    das dieses Geheimnis der Welt,
    das auch mich hervorbrachte,
    das mich birgt,
    ein Angesicht hat,
    dass es um mich weiß und mich liebt,
    dass ich nicht austauschbar bin,
    dass ich nicht verloren sein werde. ( Autor mir unbekannt )

  3. Lieber Werner,

    und wenn wir schonmal in Unverständnis gefragt werden, warum wir manche profanen Fotos (die es dann doch nicht sind!) ein halbes oder ganzes Leben mit uns herumgetragen haben, liegt der Schlüssel dazu in solchen tiefen Augenblicken.

    Einen herzlichen Gruß, Dirk

    • Werner Pechmann

      Ja, lieber Dirk. Genauso ist es. Und in diesen Augenblicken ist es gut, dass wir sie haben.

      Ganz herzlich, Werner

  4. Lieber Werner,

    Sehr schöne Worte und sehr schöne Bilder, die die Wärme der alten Zeit zeigen.
    Leider gehen manche unserer Lebensbeifahrer zu früh und auch wenn wir nur manchmal gemeinsam nebeneinander saßen, ist es doch traurig. Aber Erinnerungen bleiben. Für die zurück gebliebenen sind sie oft ein Trost. Und dafür sind genau diese Bilder da.

    Ich wünsche dir alles gute.

    Herzliche Grüße

  5. mein mitgefühl für dich.. es gibt todesnachrichten von menschen, die einen hart treffen, auch wenn diese menschen gar nicht so intensiv/aktiv teil des lebens waren, das kenne ich auch…

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