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Wer über die Liebe liest

Ich finde, wir alle sollten mehr Gedichte über die Liebe lesen: Ulla Hahn, Bert Brecht, Erich Fried oder oder oder…. Die Liste lässt sich jederzeit erweitern. Die Lyriker wissen, dass es in der Liebe im Grunde um das Leben geht. Ja, und auch um den Tod. Aber der gehört ja zum Leben.

Wer über die Liebe liest (oder schreibt), überfällt keine Nachbarländer, lässt keine Bomben auf Schulen und Krankenhäuser regnen und vergiftet niemanden, der eine andere Meinung vertritt.

Und wer über die Liebe liest (und/oder darüber schreibt) versteht wahrscheinlich mehr vom Leben als alle lustreduzierten und arschgesichtigen (ich entschuldige mich bereits jetzt für dieses Adjektiv) Despoten dieser Welt.

Wer über die Liebe liest, ist den Menschen zugewandt und verbringt seine Tage nicht in Gesellschaft grottenolm-ähnlicher Griesgrame, denen das Leid, was sie über die Welt bringen, dicke Kerben in das Gesicht geschlagen hat.

Ich finde, wir sollten genau das nicht vergessen: Das Lesen und Schreiben über die Liebe. Denn darin findet sich das Leben in all seiner Schönheit und Kraft. Genau das nimmt den Despoten dieser Welt ihre Wirksamkeit.

5 Kommentare

  1. Da fällt mir doch spontan Brechts „Erinnerung an Marie A“ ein.
    Zitieren darf ich aus urheberrechtlichen Gründen (noch) nicht alle Verse.
    Nur soviel
    An jenem Tag im blauen Mond September,
    da hielt ich sie, die ….

    Volker

    • Werner Pechmann

      Ja, wunderschön!

      Liebe Grüße,
      Werner

    • Werner Pechmann

      Genau so ist es…

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