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Inspiration 3 – der Maler Paul Cézanne

Keine Sorge: Es folgt keine wissenschaftliche Abhandlung über diesen Maler des späten 19ten Jahrhunderts. Dazu wäre ich gar nicht in der Lage. DIes ist ein kleiner und ganz naiver Beitrag.

Seinen Namen hat man schon mal gehört, seine Bilder kennt man. Von seinem Einfluss auf die Malerei des 20ten Jahrhunderts weiß man schon weniger.

Ich habe  in 2004 die große Cezanne Ausstellung  „Aufbruch in die Moderne“  im Museum Folkwang  in Essen gesehen. Und was ich dort über das Leben und das Werk Cézannes gelernt habe, hat mich nachhaltig beeindruckt:

Vor allem ist es die Entwicklung seiner Wahrnehmung, seines „Sehens“. Waren die ersten Arbeiten noch sehr naturalistisch und formal, so  war sein Spätwerk geprägt durch Form und Farbe. Sehr schön sieht man das an  einem seiner Sujets: Dem Berg „Montagne Sainte-Victoire“: Malte er ihn zunächst sehr gegenständlich (eben das was er gesehen hat), so lösen sich Farben und Formen in den letzten Arbeiten mehr und mehr auf, die Bilder werden zu Vorläufern des Kubismus und inspirierten andere Maler wie Picasso und Braque.  Von ihnen werden Sujets und Motive aufgenommen, interpretiert und weiterentwickelt. So z. B. mit den  Motiven der „Badenden“. Ein Motiv, dem sich Cézanne und später dann auch vor allem Picasso immer wieder gewidmet haben.

Die Begegnung mit Cézanne in 2004 hat mein Sehen sehr nachhaltig verändert. Bis heute begleiten mich seine Bilder bei meinen Fototouren; bis heute sorgt das Werk Cézannes dafür, dass ich oft statt realer  Motive – wie Berge, Bäume, Häuser – eher die Farben und die Formen darin sehe.

Hier noch ein paar Links zu Cezanne:

http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_C%C3%A9zanne

http://www.arte.tv/de/kunst-musik/cezanne/Dokumentation/1210626.html

9 Kommentare

  1. HF HF

    Das Photo passt perfekt!!

  2. ich muss bei cezanne immer an den begriff „auflösung der zentralperspektive“ denken. das foto ist schön, seine bilder nicht so ganz das meine. aber ich weiß noch, dass er teil meiner deutsch-matura war 🙂

    • AlleAugenblicke AlleAugenblicke

      Ja… stimmt. Das ist auch ein Thema im Zusammenhang mit Cézanne. – Ich bin auch kein unbedingter Fan von seinen Bildern. – Aber was mich sehr beeindruckt hat, dass ist wirklich die Auflösung der realen Form hin zu impressionistischen Bildeindrücken.

      Lg,
      Werner

  3. Hallo Werner,
    dein Foto sieht wirklich fast aus wie ein Gemälde – toll !
    LG und einen guten Wochenstart,
    Netty

    • AlleAugenblicke AlleAugenblicke

      Hallo Netty,

      vielen Dank – Es ist eine schöne Spiegelung im klaren Wasser. Ich mag es auch sehr.
      Ich wünsche dir auch eine schöne Woche
      Lg,
      Werner

  4. Ein ‚magisches‘ Bild. Ich frage mich immer, wie wohl manche Maler die Fotografie genutzt hätten.

    • AlleAugenblicke AlleAugenblicke

      Diese Frage bewegt mich auch hin und wieder. Welches Medium würden die „großen“ Maler der letzten Jahrhunderte heute nutzen?
      Lg,
      Werner

  5. Hallo Werner,

    ich mag dein ‚Auge‘ das Du für Bilder hast. Es ist oft eine sehr schöne Komposition zwischen Technik und Instinkt. Du verstehst es sehr gut ein schönes Gleichgewicht zwischen Emotion und Ausdruck herzustellen. Umso schöner ist es, dass Du die Quellen Deiner Inspiration benennst. Damit schaffst Du zum einen Zugang zu Deinen Bildern und ganz nebenbei stößt Du auch Türen auf, durch die man hindurchgehen kann um sich weiter inspirieren zu lassen.

    Freue mich schon auf deine nächsten arbeiten.

    machgut un bissi Tage

    Markus aus Bochum

    • AlleAugenblicke AlleAugenblicke

      Hi Markus,
      brauchen wir nicht alle unseren Input, unsere Inspiration? – Ich finde es immer wieder sehr spannend zu lesen und zu hören, welche Quellen der Inspiration andere haben und lasse mich selbst gerne anstecken davon. Euer Projekt ist ein gutes Beispiel dafür.
      Bis denn,
      Werner

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