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Auf dem Hochsitz

Seit langem mal wieder im Wald gewesen. Also so richtig: Abseits von Wegen, über Stock und Stein sozusagen und weit weg von all dem Lärm und Gekreische.

Das Licht, der Geruch des Waldes und die Stille

Regen setzt ein. Ein kräftiger Schauer. Und ich suche Schutz auf einem Hochsitz. Wie lange ist es her, dass ich das letzte Mal auf einem Hochsitz gesessen habe, allein mitten im Wald?

Hier ist es schön, denke ich.

Wann haben wir eigentlich verlernt, all die Schönheit um uns herum wahrzunehmen? Liegt nicht in all dem Schönen um uns herum ein tieferer Sinn? Sie immer wieder zu suchen und zu finden: Darin liegt eine tiefe innere Befriedigung.

Warum richten so viele Menschen zunächst ihren Blick auf das, was „schlecht“ ist, auf das was „fehlt“, „unzureichend“ oder eben ihrer Meinung nach „nicht schön“ ist? Warum suchen wir den Makel, wo doch die Schönheit im Alltag überall anzutreffen ist?

Wie heilsam wäre es wohl, wenn wir zunächst das Schöne, das Gute im Fokus hätten? Welche Kräfte könnten hieraus entstehen? Wie gut täte es uns allen am Ende?

6 Kommentare

  1. Schön beobachtet. Witzig auch, dass ich gerade ein Buch mit dem Titel „Der Hochsitz“ beendet habe. Hier lässt es sich nämlich auch trefflich über Kriminalfälle nachdenken 🙂

    Einen schönen Sonntag!

    • Werner Pechmann

      Das habe ich in deinem Beitrag gelesen. Das Buch steht schon auf meiner Liste.
      Dir auch einen schönen Sonntag!

  2. Ralph Pechmann

    Guten Morgen Werner,
    ein bemerkenswerter Kommentar und ganz wunderbare Bilder. Beides, Bilder wie Text, regen zum Nachdenken an. Ich kann mir die Stille, die Gerüche, die Atmosphäre im Wald sehr gut vorstellen. Du weißt, warum!
    Mehr davon,
    Ralph

    • Werner Pechmann

      Hallo Ralph,

      ja, ich kann es mir denken. Danke für deinen Kommentar
      Liebe Grüße,
      Werner

  3. ich glaube, es ist ein stückweit unsere kultur, dieser fokus auf den mangel, weil unsere defizite uns zu höherer leistung antreiben sollen. wer zufrieden ist, der will nicht wachsen und verändern und außerdem selten konsumieren.
    mir fehlt der walt und mir fehlt der fluss, irgendwo bei mir in gehweite.. das hat nicht sollen sein. die geräuscht des waldes, das gefühl von moos unter den füßen… die schönen momente der kindheitserinnerungen.

  4. Ich denke wir als Fotografen haben zumeist zuerst das Schöne im Auge, oder finden es wo andere es nicht sehen. Nicht immer, aber doch öfters.

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