Zum Inhalt springen

Über das Vergängliche

Kraichgau, Kraichtal, Baden-Württemberg, Bretten

Das Internet vergisst nichts…. und doch ist vieles bereits Stunden nach der Veröffentlichung vergessen; einiges davon oft bereits nach Minuten (Gott sei Dank, möchte ich da hinzufügen). Das Netz: allzu oft ein Sammelbecken der Banalitäten. Aber das wissen wir ja alles schon und ist vielfach beschrieben.

Manches aber verdient Aufmerksamkeit über den Augenblick hinaus. Weil es Relevanz vermittelt und in die Tiefe geht. So habe ich auf einer langen Autofahrt einen Radiobeitrag (Deutschlandradio Kultur) über ein Buch der Philosophin Ina Schmidt gehört: “Über die Vergänglichkeit” .

Kraichgau, Kraichtal, Baden-Württemberg, Bretten

Gerade in diesen Tagen – irgendwo zwischen gefühltem Ende und Anfang- kann es wertvoll sein, einen Gedanken dem “Vergehen” und dem “Vergänglichen” zu widmen. Gemeint dabei auch die eigene Vergänglichkeit. Die Beschäftigung mit ihr ist nicht immer einfach, kann aber am Ende doch zu einer inneren Zufriedenheit mit seinem Leben führen. Und das meinen wir doch alle, wenn wir sagen, wir wollen ein gutes Leben führen?!

Blick auf Bretten im Kraichgau
Kraichgau, Kraichtal, Baden-Württemberg, Bretten

“Dem Leben verzeihen, dass es endlich ist” – Das klingt erst einmal merkwürdig, bekommt aber Sinn, wenn man dem Satz Raum zur Entfaltung gibt. Und: wie wäre es überhaupt mit etwas mehr “Verzeihen”? Nicht auch eine Überlegung wert, um dem Leben ein wenig “Gift” zu entziehen?

Kraichgau, Kraichtal, Baden-Württemberg, Bretten

Die Bilder dieses Beitrags sind mit der wunderbaren “Mini-Squeezerlens” (für die ich gerne kostenlos werbe) entstanden. Sie zeigen Bilder, die während eines langen Spaziergangs mit meinem Alter Ego “Emil” vor den Toren der Stadt Bretten im Kraichgau entstanden sind: Die eigene Vergänglichkeit und der Song von Walter Becker (ehemals Steelye Dan) waren mit dabei.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

12 Kommentare

  1. Die Gedanken, die Sie hier beschreiben, treiben mich schon seit einer Weile um (und an). Wer von uns kann wissen, wie viel Weg noch übrig ist? Für mich lautet die Konsequenz, mich auf das, was mir wichtig ist, was ich tun möchte, zu konzentrieren. Die täglichen Aufgeregtheiten lenken mich nur ab (vielleicht ist das sogar Zweck der Übung, wer weiß). Daher vermeide ich deren Konsum, so gut es geht.

    Viele Grüße,
    Thomas Rink

    • AlleAugenblicke

      Vielen Dank für Ihren Kommentar. – Ja, man muss stets bei sich selbst bleiben und die Dinge tun, die man für sich selbst als wichtig und richtig erachtet!
      Ihnen alles Gute für das neue Jahr!
      Herzlich,
      Werner Pechmannn

  2. schöne bilder und spannende gedanken. ich glaube ich kann ganz gut verstehen. was dieser satz sagen will.

    • AlleAugenblicke

      Davon gehe ich bei Dir aus, Paleica. 🙂
      LIebe Grüße,
      Werner

  3. „Dem Leben verzeihen, dass es endlich ist“, ist ein unglaublich guter, wertvoller Gedanke, den ich selbst überhaupt gar nicht merkwürdig finde, und der mir sinngemäß auch regelmäßig aufkommt. Liegt´s an Alter, Erfahrung,…“Weisheit“? Was auch immer wir tun, ein unkonkretes Warten auf ein unkonkretes Irgendwas wird dem Wunder Leben und uns selbst nicht gerecht.
    Die Fotos sind echt klasse 😉
    Herzlich grüßend, Dirk

    • AlleAugenblicke

      Vielen Dank, Dirk!
      Leben wir unser Leben im Bewusstsein unserer Endlichkeit weiter und genießen jeden Augenblick.
      Liebe Grüße,
      Werner

  4. Das Leben ist uns nur so wertvoll, weil es endlich ist. Wir sollten uns dessen bewusst sein, nicht in jeder Minute ;-), aber generell. Ich würde vermutlich sehr damit hadern, dem Leben die Endlichkeit zu verzeihen, wenn mein Kind sterben würde, nicht aber bei meinem eigenen. Sich selbst verzeihen, im Leben nicht alle Chancen genutzt zu haben, Tage, Wochen, Monate, gar Jahre vertrödelt zu haben, finde ich viel schwieriger. Andererseits ist auch das das Leben. Es muss nicht jeder Tag optimal genutzt werden. Höher, schneller, weiter – No! Ich muss mich nicht selbst optimieren, alle Wünsche leben, alles sehen, was ich sehen will. Wünsche bringen Sehnsucht und Sehnsucht kann ein schönes Gefühl sein. Ausserdem bekommt jeder erfüllte Wunsch auf der Stelle drei Kinder ;-). Was bleibt am Ende? Auf was werden wir auf dem Sterbebett wirklich dankbar zurückblicken? Dass eine Liste vollständig abgehakt werden konnte und sich das Gefühl einstellt, ich kann gehen? Ich vermute eher, es sind doch die Menschen, zu denen wir eine tiefe Beziehung haben oder hatten. Dafür werde ich dankbar sein. Ich vermute, am Ende werden meine Gedanken allein bei meiner Tochter sein. Alles andere ist nicht so wichtig,

    Liebe Grüße

    Conny

    • AlleAugenblicke

      Ja, was bleibt am Ende unseres Lebens? Welche Erinnerungen und Erfahrungen werden wir als wertvoll, welche Nicht-gemachten-Erfahrungen werden wir bedauern? Ich werde sicherlich nicht bedauern, eine Insta-gestylte Welt verpasst zu haben, oder den Veggieburger an irgendeinem heißen Hotspot dieser Welt nicht gegessen zu haben. Für mich meint der Satz “dem Leben die Endlichkeit verzeihen” vor allem, im Hier und Heute dem nachzuspüren, was mein Leben mit Zufriedenheit füllt und danach zu leben: Bei sich selbst bleiben. Zu akzeptieren, dass man so ist, wie man ist. Du sagst etwas, was auch ich immer wieder feststelle: Es sind die Menschen, die ein Leben füllen. Für alle Menschen, die mich begleiten und mein Leben bereichern, bin ich sehr dankbar.
      Ganz liebe Grüße,
      Werner

  5. Stefanie Schulte-Rolfes

    Ich kam
    blieb
    lachte
    und starb

    Nazim Hikmet

    Feine Fotos, danke für den LINK zum Buch und den Song 😉

  6. Ein sehr schöner, wahrer Text! Das sind Gedanken, die man sich wirklich öfter vor Augen führen sollte… Gerade in Momenten, wenn man sich mal wieder zu sehr über Banalitäten aufregt.

    Die Fotos im Post sind aber auch total schön und sehr stimmungsvoll!

  7. Wunderschöne Bilder und spannende Gedanken! Ich beschäftige mich auch gerade damit, das vergangene Jahr anzunehmen, was mir in der Fülle an negariven Einschlägen schwer fällt. Somit past dein Song total!
    Komme sehr gerne wieder um hier zu lesen.
    Liebe Grüße zu dir sende,
    Britta

    • AlleAugenblicke

      Vielen Dank 🙂 Die Squeezerlens mit der diese Aufnahmen entstanden sind ähnelt ja dem Lensbaby, mit dem du offensichtlich gerade öfters unterwegs bist.
      Liebe Grüßem
      Werner

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

%d Bloggern gefällt das: